Chronik Volksschule Nußdorf

Schon 1759 wird ein Lorenz Halbfurter als Lehrer und Mesner zu Nußdorf genannt.

1789 besuchten 79 Schüler die Nußdorfer Schule.

Damals gab es noch kein Schulhaus. Das Schulzimmer befand sich im Haus des Lehrers im Ansitz Staudach, den die Familie Halbfurter 100 Jahre in ihrem Besitz hatte.

1785 bekam Nußdorf einen eigenen Geistlichen. Für ihn wurde ein Widum gebaut, in welchem ein Schulzimmer eingerichtet wurde.

Ab 1893 konnte im eigens errichteten Schulgebäude im "Abele Garten" unterrichtet werden.

1920 war die Schule erstmals zweiklassig. Die zweite Klasse musste im "Spritzenhäusl" eingerichtet werden. Schülerzahlen im Schuljahr 1920/21:
1. Klasse: 45 Kinder
2. Klasse 44 Kinder

1929/30 besuchten nur mehr 66 Kinder die Nußdorfer Schule.

1938 konnte im Schulgebäude ein zweites Klassenzimmer eingerichtet werden.

Im Herbst 1948 wurde von der Schulbehörde eine 3. Klasse bewilligt, da 141 Kinder gemeldet waren.

Im folgenden Jahr ließ die Gemeinde die Kellerräume des Schulhauses zu einem Klassenzimmer umbauen.

1959 wurde die Schule vierklassig. Wegen der herrschenden Raumnot musste eine Klasse am Nachmittag unterrichtet werden.

1960 wurde die Schule sogar fünfklassig, da 149 Kinder gemeldet waren. Nun mussten 2 Klassen am Nachmittag unterrichtet werden.

In diesem Jahr fällte der Gemeinderat die Entscheidung, in Debant eine neue Schule zu bauen. Zwei Jahre später konnte der Unterricht dort aufgenommen werden. Es war auch höchste Zeit, denn die 220 Kinder hätten in Nußdorf nicht mehr untergebracht werden.

1968 wurde das Schulhaus gründlich renoviert. Das Haus erhielt zeitgemäße sanitäre Anlagen, neue Böden und Fenster sowie ein Zentralheizung.

Durch den großzügigen Um- und Erweiterungsbau im Jahr 1985 zu einem Mehrzweckhaus erhielt unser Schulgebäude ein ganz neues Gesicht. Im Erweiterungsbau wurden u.a. eine vierte Klasse, ein Werkraum und ein Mehrzwecksaal untergebracht.

Seit dem Schuljahr 2001/02 werden die Kinder der Volksschule in 2 Klassen unterrichtet.

Schulleiter der VS Nußdorf seit Beginn des 20. Jahrhunderts
Leiter Zeitraum
Alois Brugger 1892 - 1918
Anton Brugger 1918 - 1930
Adalbert Schett 1930/31
Karl Stark 1931 - 1933
Karl Klocker 1933 - 1940
Johanna Meirer betraut mit der Schulleitung während des Krieges
Simon Gstrein 1945 - 1959
Otto Widemair 1959 - 1989
Karl Ganeider 1989 - 1999
Rita Schlemmer betraut mit der Schulleitung von 1999 - 2001
Albert Frotschnig seit 2001

 

 

Frau Lehrerin Rita Schlemmer geht in Pension

Eine besonders hervorragende Lehrerin“ – so beschrieben von Kollege Volksschuldirektor Albert Frotschnig – wurde in die Pension verabschiedet.Beim traditionellen Schulabschlussgrillen der Volksschule Nußdorf am 6. Juli 2011 ehrten zahlreiche geladene Gäste Frau Rita Schlemmer – darunter Ehemann Sepp, Bezirksschulinspektor Dr. Horst Hafele, Bürgermeister Andreas Pfurner, Vizebürgermeisterin Traudl Oberbichler, Andreas Angermann vom Nationalpark-Team, Schulleiterin Renate Kirchler mit Kollegin Martina von der Partnerschule Montal, KollegInnen von der Volksschule und vom Kindergarten und ehemalige LehrerInnen der Volksschule.

Schon im Vorfeld des großen Ereignisses berichteten Schüler von geheimen Missionen und arbeiteten fleißig für ihre „so verehrte Frau Lehrerin“.

Eine eigens zu diesem Anlass zusammengestellte Musikkapelle, bestehend aus Ritas Schülern, ehemaligen Schülern und Eltern von Schülern eröffnete die offizielle Feier, die sehr liebevoll von VD Albert Frotschnig mit vielen Helfern vorbereitet wurde.

Das bunte, äußerst unterhaltsame Programm – von Kindergarten- und Volksschulkindern gestaltet – war gespickt mit Lobeshymnen von Direktor, Bezirksschulinspektor, Bürgermeister, Kindergartenleiterin und Lehrerkollegen, in denen Frau Schulrat Schlemmers großartige 24-Jahre-währende Arbeit in der Nußdorfer VS anerkannt wurde.Viele kleinere und größere Geschenke wurden in Empfang genommen, wie auch gen Himmel geschickt. „Momente vergehen, doch Erinnerungen bleiben!“, war zum Beispiel im von allen Schulkindern gestalteten Buch zu lesen und beschreibt diesen netten Abend sehr treffend.

In jedem Beitrag, ob gesungen, gesprochen, geschrieben, überreicht oder musiziert, spiegelte sich die ruhige, herzliche und besonnene Art der geschätzten Lehrerin wider, die immer ein offenes Ohr, genug Zeit, gute Nerven, helfende Hände und Tipps für die Sorgen, Probleme und Konflikte, aber auch Wünsche der Kinder hatte.

„Vor ihr liegt eine besonders schöne und erholsame Zeit, von Schülerinnen und Schülern ist nun keiner mehr weit und breit!“, schrieb ein Schüler im besagten Buch. Doch kündigte die junggebliebene Pensionistin an, oft auf Besuch in die Schule zu kommen.

Alles Liebe, viel Glück, genügend Zeit und vor allem Gesundheit für die Pension!